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Neujahrsempfang 2024 zwischen 24 Marmorsäulen im Hohen Haus

Am Abend des 9. Jänner fand wieder der traditionelle Neujahrsempfang des Absolventenverbands FJ statt, heuer im Parlament in Wien. Rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen einander im „Hohen Haus“ zum Gedankenaustausch und zum Netzwerken.

Wenn der Absolventenverband FJ zum Neujahrsempfang lädt, dann heißt es schnell zu sein, wenn man dabei sein möchte. Auch diesmal war die Obergrenze von 300 Personen für das Treffen in der Säulenhalle des Parlaments in Wien bei der Online-Anmeldung binnen 30 Minuten erreicht.

Vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung nützte rund die Hälfte der angemeldeten Josephinerinnen und Josephiner die Möglichkeit einer Führung in kleinen Gruppen durch das in den vergangenen Jahren von Grund auf renovierte Gebäude an der Wiener Ringstraße. Was mancher vielleicht schon vergessen haben mag: Das Parlament war schon einmal Schauplatz für ein Neujahrstreffen von Absolventinnen und Absolventen des FJ: nämlich am 23. Jänner 2003.

Zahlreiche FJ-Absolventen als Parlamentarier

Obmann Robert Fitzthum dankte dem Ersten Nationalratspräsidenten, Wolfgang Sobotka, als oberstem Hausherrn für die Möglichkeit, das Treffen der Josephinerinnen und Josephiner diesmal im Parlament abhalten zu können. Es folgte ein kurzer Überblick über die Aktivitäten des seit nunmehr 120 Jahren bestehenden Absolventenverbandes FJ (gegründet 1903) – allesamt regelmäßig dokumentiert in den Josephiner Nachrichten.

Fitzthum erinnerte zudem an die beachtliche Zahl an Absolventen und zuletzt auch Absolventinnen, in Summe knapp zwei Dutzend, die in den vergangenen Jahrzehnten im „Haus am Ring“ als Volksvertretern gewirkt haben. So war der erste Obmann des AV (von 1904 bis 1908), Franz Peschka, einst Reichsratsabgeordneter und für kurze Zeit auch Landwirtschaftsminister. Das FJ in Mödling und ab 1935 in Wieselburg absolviert haben in ihrer Jugendzeit auch die Abgeordneten Josef Strommer (er war ebenfalls Josephiner-Obmann von 1947 bis 1963), Karl Hofstetter, Hermann Zittmayr, Karl Schmitzer, Franz Flicker, Alois Derfler, Ludwig Kowald, Mathias Reichhold, Alfred Brader, Hermann Schultes, Johann Höfinger, Franz Windisch und derzeit Georg Strasser (alle Nationalrat) sowie Gottfried Ertl, Siegfried Eberdorfer, Leopold Eichinger, Johann Penz, Reinhart Rohr, Walter Grasberger, Hermann Haller, Eduard Köck und aktuell als erste Josephinerin Viktoria Hutter. Dazu kommen der EU-Abgeordnete Alexander Bernhuber sowie die beiden früheren Nationalratsabgeordneten mit Josephiner-Bezug, Alois Rosenberger und Günther Hütl, weil Direktor beziehungsweise einst Lehrer an der Schule.

Grußworte vom Hausherrn

In seinen Grußworten erinnerte Nationalratspräsident Sobotka an die Bedeutung der Demokratie als Basis für den Wohlstand in Österreich. Damit es so bleibe, müssten sich Menschen (Politiker) mit ganzer Kraft für eine funktionierende Demokratie einsetzen und sie vor den Gefahren, die ihr von verschiedenen Seiten drohen (Stichwort Internet) schützen. Den Umstand, dass die „Lehrerpartie“ aus dem FJ den Abend musikalisch begleitete, kommentierte Sobotka als ausgebildeter Lehrer und Dirigent launig mit den Worten, dies sei wohl eine „besondere Ehre“ für die Absolventinnen und Absolventen, wenn ihre ehemaligen Lehrkräfte für sie aufspielten.

Als Gastgeschenk übergab Robert Fitzthum an Sobotka zwei Exemplare des Buches über „Die Josephiner“, verfasst von Bernhard Weber zum 150 Jahr-Jubiläum der Schule, für die Parlamentsbibliothek und natürlich auch für den belesenen studierten Historiker. Später gab Sobotka der Lehrerpartie bei zwei Stücken auch den Takt vor.

Ehrung für verdiente Josephiner

Ein Höhepunkt der Veranstaltung, bevor diese in den gemütlichen Teil überging, war die Ehrung von zwei verdienten Josephinern durch die Verleihung der höchsten Auszeichnung, die der AV zu vergeben hat: Obmann Robert Fitzthum und sein Stellvertreter Stephan Pernkopf zeichneten den langjährigen ehemaligen Obmann des AV (und immer noch Vorsitzender des „Kuratoriums am FJ“) Josef Pinkl sowie den als Unternehmer sehr erfolgreichen Josephiner Erich Erber für ihre Verdienste um den AV FJ mit der „Josephinernadel in Gold“ aus. Erber hat dem Verein, wie mehrfach berichtet, im Sommer 2023 anlässlich seines 70. Geburtstages das von ihm in Krügling bei Wieselburg errichtete Schüler- und Studentenheim geschenkt, ein Objekt, das einen Wert von rund 1,2 Mio. Euro repräsentiert. Anders als Pinkl, der seine Auszeichnung wiewohl überrascht persönlich entgegennehmen konnte, war Erber, der zurzeit in den Vereinigten Arabischen Emiraten lebt, aus gesundheitlichen Gründen verhindert, am Neujahrsempfang teilzunehmen.

Das folgende Netzwerken zu Bier, Wein, Wasser und Säften, einem etwas knapp geratenen Buffet aus dem Parlamentsrestaurant, dafür aber im beeindruckend schönen Ambiente der von 24 korinthischen, teils goldverzierten Marmorsäulen getragenen Halle (mit 40 mal 24 Meter etwa halb so groß wie ein Fußballfeld) im einst vom Architekt Theophil Hansen geplanten und errichteten Parlament dauerte bis kurz nach 21 Uhr.

Besonders hervorzuheben: Vertreten waren beim Neujahrsempfang 2024 alle Altersgruppen – vom reifen Herrn über 80 bis zum Baby auf dem Arm eines jungen Vaters.

FRANZ GEBHART, BERNHARD WEBER

FOTOGALERIEN mit den besten Aufnahmen vom diesjährigen Neujahrsempfang des Absolventenverbandes FJ  auf
https://www.josephiner.at/aktuelles/galerie/neujahrsempfang-2024-parlament 
(mit Fotos von Harald Klemm, unserem "offiziellen" Fotografen)

und auf
https://pbase.com/arasinger/josephiner_parlament_24 (mit Fotos des FJ-Kollegen Alois Rasinger, MJ 1973)