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Nachruf Dipl.-Ing. Alfred Pretzler (1940-2025)
Alfred Pretzler, ein großer Mann im steirischen Fachschulwesen ist am 7. November unerwartet gestorben.
In Niklasdorf bei Leoben geboren, trat er 1956 in Wieselburg in die neugeschaffene Studienrichtung Landtechnik ein. Er maturierte 1961 und zählte zu den ersten Maturanten der Landtechnik. Anschließend trat er in Raumberg Gumpenstein in sein Berufsleben. Dort lernte er auch seine Frau Brigitte kennen. Da ihm die Arbeitsumgebung nicht behagte, nahm er eine Lehreranstellung in der Fachschule Grottenhof-Hart bei Graz an. Nebenbei studierte er dort noch Architektur und Bauwesen und erwarb den Titel Diplomingenieur.
Als 1974 die Fachschule Kobenz eröffnet wurde, war er dort bereits als Direktor vorbestimmt. Nach ständiger Ausbauarbeit der Schule wurde dort auch das „Landtechnik-Museum Kobenz“ gegründet. Neben seiner schulischen Tätigkeit widmete er sich dem Aufbau des Maschinenringes Aichfeld-Murboden, wo er auch lange Jahre im Vorstand tätig war. Auch die Arbeit an seinem Buch „Das Leben im industriestadtnahen Dorf“ fiel in diese Zeit. In Würdigung seiner Verdienste wurde er mit dem selten vergebenen Hans Kudlich Preis ausgezeichnet.
Mit Herbst 1999 trat er in den verdienten Ruhestand und verbrachte diesen mit seiner Frau Brigitte in seinem Haus in Irdning. Seiner Ehe entstammen drei Kinder: Sohn Paul ist Professor für Plasmaphysik in Düsseldorf, Sohn Michael betreibt ein Ingenieurbüro für Vermessungstechnik in Rottenmann, Tochter Maria ist Professorin an einer Universität in Wales. Neun Enkel und Urenkel ergänzen seine Familie.
In seinem Ruhestand übte er bis zuletzt soziale Tätigkeiten in der Gemeinde aus und fand auch Zeit und Muße sich der geliebten Dichtkunst zu widmen. In dieser stand nicht Reim und Firlefanz im Vordergrund, sondern tiefer Sinn und Ausdrucksstärke. So wie auf seiner Parte: O mein Gott mög’ es doch genügen, gläubig hoffend Dein Gebot zu üben.
Er möge ruhen in Frieden!
Autor: Josef Pernkopf, Freund und Jahrgangskollege
