Bauer 4.0: Smartphone statt Mistgabel

Arbeiten ohne Smartphone und intelligente Software ist heute nicht mehr vorstellbar – auch nicht in der Landwirtschaft. Was schon alles Alltag auf vielen Bauernhöfen in Österreich ist, darüber berichtet am 2. November das ORF 1 Wissenschaftsmagazin Newton.


Kühe werden heute in modernen Ställen vom Roboter gemolken. Landwirte pilotieren Drohnen, die mit Multispektralkameras ausgerüstet sind, bewirtschaften zentimetergenau ihre Felder, überwachen mit Sensoren Pflanzenwachstum und Tiergesundheit. Für die Generation Smartphone ist der Beruf Bauer wieder attraktiv.

Darüber, und was heute schon alles Alltag auf vielen Bauernhöfen in Österreich möglich ist, berichtet am Samstag, 2. November 2019 von 18.30 bis 19 Uhr das ORF 1 Wissenschaftsmagazin Newton. Ein 23 Minuten langer Film von Claudia und Peter Giczy über „Bauer 4.0: Smartphone statt Mistgabel“.

Das Francisco Josephinum ist Österreichs größte landwirtschaftliche Schule und zugleich Forschungseinrichtung. Seit September 2019 gibt es am FJ eine fünfjährige Schwerpunktausbildung „Landwirtschaft und Digitalisierung“. Die Schüler lernen hier das Einmaleins für smarte Farmer. „Die jungen Landwirte sind sogenannte Digital Natives“, sagt Direktor Alois Rosenberger, sind also von Kindheit an als User mit der Anwendung digitaler Technologien vertraut.

Michael Treiblmeier ist Landwirt und Gru?nder eines High-Tech-Ingenieurbüros. Seine Drohne ist Lastenträger für eine Multispektralkamera, die Felder nach Unkraut absucht. „Die neuen Sensoren funktionieren wie ein zusätzliches Sinnesorgan des Bauern. Sie liefern wertvolle Entscheidungshilfen“, erklärt Matthias Trimmel, Agrartechnologe am Francisco Josephinum. Die Wieselburger Forscher haben auch eine smarte Applikation entwickelt, welche die optimale Bodenbedeckung des Ackers berechnet. Sofort und vor Ort mittels App am Smartphone.

Noch nie zuvor wurde die Landwirtschaft so präzise vermessen wie heute. Satelliten,
Kamerasysteme, Sensoren und Roboter liefern Millionen Daten, die von Forschern  
und ausgewertet werden. Die Daten bilden die Basis neuer intelligenter Anwendungen, die die Arbeit der Bauern erleichtern und den Ertrag optimieren sollen. Richtig eingesetzt haben sie aber auch das Potenzial die Landwirtschaft ökologischer zu machen: Weniger Dünger am Feld oder weniger Antibiotika im Stall.

Das Newton Wissenschaftsmagazin findet man auch in auf tvthek.orf.at


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